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Sexuelle Belästigung – das letzte Tabu?

Datum & Uhrzeit: 17. Apr 2018 , 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Institut für die Wissenschaften vom Menschen Wien » Wo ist das?

 

Viel wurde seit dem Frauenwahlrecht vor mittlerweile 100 Jahren im Kampf für Frauenrechte und Gleichstellung der Geschlechter erreicht. Doch ein Thema ist, obwohl von Feministinnen immer wieder angesprochen, erst 2017 mit #MeToo in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt.

Ist sexuelle Belästigung das letzte Tabu im Bereich der Geschlechtergleichstellung, das nun gebrochen wird? Warum so spät? Wo liegen, neben immer noch ungleichen Macht- und Einkommensverhältnissen, die Ursachen? Was muss, sowohl rechtlich wie gesellschaftspolitisch, geschehen, damit das gesamte Spektrum sexueller Belästigung – von sexistischen Witzen bis hin zu körperlichen Übergriffen – gesellschaftlich geächtet und wo nötig rechtlich verfolgt wird? Damit ‚Freiheit von Gewalt’ in allen Teilen menschlichen Alltags Realität werden kann.

Darüber diskutieren

Ulrike Lunacek, z.Zt. Visiting Fellow am IWM. Bis November 2017 war sie Europa-Abgeordnete der österreichischen Grünen und Vizepräsidentin des Europaparlaments (Schwerpunkt Menschenrechte – im besonderen Rechte von Frauen, ethnischen wie sexuellen Minderheiten – und Rechtsstaatlichkeit, sowie Kampf gegen Zunahme von illiberalen Demokratien und autoritären Strukturen, außer- und innerhalb der EU). 2017 führte sie die österreichischen Grünen in die Nationalratswahl, und legte nach der Wahlniederlage der Grünen alle politischen Funktionen nieder. Ihr Buch über ihre 8 Jahre als EP-Kosovo-Berichterstatterin ‚Frieden bauen heißt weit bauen’ erschien im Februar im Wieser- Verlag.

Elisabeth Holzleithner, Professorin für Rechtsphilosophie und Legal Gender Studies, Vorständin des Instituts für Rechtsphilosophie und Sprecherin des Forschungsverbundes Gender & Agency an der Universität Wien. 2017 wurde sie mit dem Frauenring-Preis und dem Gabriele Possanner-Staatspreis für Geschlechterforschung ausgezeichnet. Forschungsschwerpunkte: Politische Philosophie; Legal Gender und Queer Studies; Recht, Literatur und Populärkultur.

Sabine Wagner-Steinrigl, Juristin und Gleichbehandlungsanwältin arbeitet als Beraterin in der Gleichbehandlungsanwaltschaft im Frauenministerium. Sie ist zudem externe Lehrbeauftragte an der Universität Wien sowie Mitglied der Schiedskommission an der WU Wien. Die Gleichbehandlungsanwaltschaft berät und unterstützt Personen, die sich nach dem Gleichbehandlungsgesetz diskriminiert fühlen. Sie verhandelt mit Arbeitgebern, begleitet bei Verfahren vor der Gleichbehandlungskommission, schult betroffene Personengruppen, MultiplikatorInnen wie Unternehmen und zielt mittels Öffentlichkeitsarbeit auf eine möglichst große Bekanntheit von Gleichbehandlungsthemen in Österreich.

Moderation: Shalini Randeria, IWM Rektorin 

Eine Kooperation von IWM und dem Institut für Rechtsphilosophie der Universität Wien.

Anmeldung erbeten unter http://www.iwm.at/events/event/sexuelle-belastigung-das-letzte-tabu/