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Sowohl medizinische als auch juristische Praxis halten aktuell strikt am Konzept des Zweigeschlechtersystems fest. Die zwingende Erfassung des Personenstandgeschlechts nach der Geburt als „weiblich“ oder „männlich“ schließt hierbei die rechtliche Anerkennung von alternativen Geschlechtsidentitäten aus. Als Folge sind intergeschlechtliche Kinder häufig hormonellen und chirurgischen Maßnahmen zur Geschlechtsnormierung ausgesetzt, um eine „eindeutige“ Geschlechtsklassifizierung zu ermöglichen.

In diesem Werk finden Leser_innen eine Auseinandersetzung mit umstrittenen Fragen, wie:
– Sind geschlechtsnormierende Eingriffe bei Minderjährigen ohne höchstpersönliche Zustimmung legitim?
– Welches Recht haben intergeschlechtliche Menschen auf die juristische Anerkennung eines alternativen Personenstandgeschlechts?
– Werden die verfassungsrechtlich gewährleisteten Rechte im juristischen und medizinischen Umgang mit Intergeschlechtlichkeit ausreichend angewendet?
– Ist für eine effektive Umsetzung dieser Rechte eine Novellierung der juristischen Rahmenbedingungen nötig?

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