Mediale Darstellung rechtsextremer Frauen

Datum & Uhrzeit: 24. Apr 2017 , 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Fakultät für Rechtswissenschaft, Universität Hamburg, BG 5/6 » Wo ist das?

 

Vortrag und Gespräch mit Charlie Kaufhold von der Amadeu Antonio Stiftung

Dass sich Frauen in faschistischen Strukturen aktiv einbringen, ist kein neues Phänomen – trotzdem ist es eines, das leider immer wieder für Verwunderung sorgt. Grund dafür ist, dass es Wahrnehmungsdefizite gegenüber rechten Frauen gibt: Rechte Frauen werden oft unterschätzt und
gelten aufgrund von Geschlechterstereotypen als weniger gefährlich als rechte Männer. Das hat gefährliche Konsequenzen – gerade beim NSU-Komplex zeigt sich, dass Frauen diese Wahrnehmungsdefizite nutzten, und damit maßgeblich dazu beitrugen, dass der NSU fast 14 Jahre lang unenttarnt schwerste rassistische Taten verüben konnte. Auch nach Öffentlichwerden des NSU ziehen sich rechte Frauen – bspw. als Zeuginnen im NSU-Prozess – auf Geschlechtersterotype zurück, um sich aus der Verantwortung zu nehmen. Auch in den Medien werden rechte Frauen wie Beate Zschäpe und andere am NSU beteiligte Frauen verharmlost und bspw. als unpolitische Mitläuferinnen dargestellt. Diese Phänomene werden in dem Vortrag näher beleuchtet und anschließend gemeinsam diskutiert.

Eine Veranstaltung des Fachschaftsrat Rechtswissenschaft (amtierend Kritische Jurastudierende).

 

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