Buchvorstellungen „Sexualwissenschaft“ zur Leipziger Buchmesse

Datum & Uhrzeit: 23. Mrz 2017 , 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: Soziokulturelles Zentrum Frauenkultur » Wo ist das?

 

19:00 Uhr Hanna Sophia Rose: *What’s fappening? Eine Untersuchung zur Selbstbefriedigung im 21. Jahrhundert*

Selbstbefriedigung als wichtiger Bestandteil sexueller Gesundheit: »What’s fappening?«, fragt Hanna Rose ? eine Anspielung auf den Neologismus fap, der auf zumeist humoristischen Internet-Plattformen als lautmalerischer Ausdruck für Selbstbefriedigung verbreitet wird. Der Begriff steht hier sinnbildlich für die Entpathologisierung der Selbstbefriedigung in der Spätmoderne: Einstmals verpönt und als krankhaft angesehen, gilt sie nun als wichtiger Bestandteil sexueller Gesundheit.

19:30 Uhr Alexander Naß, Silvia Rentzsch, Johanna Rödenbeck, Monika Deinbeck (Hg.): *Geschlechtliche Vielfalt (er)leben: Trans*- und Intergeschlechtlichkeit in Kindheit, Adoleszenz und jungem Erwachsenenalter*

Neue Forschungen zu Trans*- und Intergeschlechtlichkeit: Über aktuelle Wandlungsprozesse und Forschungsergebnisse aus diesem Bereich informieren Vertreter*innen aus Psychologie, Soziologie, Biologie und Rechtswissenschaft. Sie alle streben eine differenzierte Informiertheit der Leser*innen an, um den wertschätzenden Umgang mit inter- und trans*geschlechtlichen Personen weiter zu fördern.

20:00 Uhr Miriam Günderoth: *Kindeswohlgefährdung: Die Umsetzung des Schutzauftrages in der verbandlichen Jugendarbeit*

Prävention von sexualisierter Gewalt: Im vorliegenden Buch stehen der Kinderschutz und die Prävention von sexualisierter Gewalt in der verbandlichen Jugendarbeit im Fokus. Miriam Günderoth vermittelt Basiswissen für all diejenigen, die in der Jugendarbeit tätig sind oder mit diesem Tätigkeitsfeld im regen Austausch stehen.

20:30 Uhr Zülfukar Çetin, Heinz-Jürgen Voß: *Schwule Sichtbarkeit ? schwule Identität: Kritische Perspektiven*

Rassismus und Antisemitismus in der Dominanzkultur und im Konzept der »Homosexualität«: Während »Sichtbarkeit« und »Identität« auch heute noch vielfach als bedeutsam für die politischen Kämpfe Homosexueller um Anerkennung und Respekt gelten, weisen beide Autoren darauf hin, wie auf diese Weise auch »ein Ordnungsregime entsteht, das auf Geschlechternorm, Weißsein, Bürgerlichkeit und Paarbeziehung basiert«. Dadurch entstehen Ausschlüsse gegen Queers of Color und Queers mit abweichenden Lebensentwürfen. Die Autoren erläutern die zwiespältige Bedeutung von »Anerkennung« und weisen auf nicht-identitäre Perspektiven hin.

 

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